{"id":221,"date":"2012-12-06T22:09:38","date_gmt":"2012-12-06T20:09:38","guid":{"rendered":"http:\/\/openbytes.ch\/bdsfrauenfeld\/?p=221"},"modified":"2012-12-06T22:09:38","modified_gmt":"2012-12-06T20:09:38","slug":"interview-das-wird-kein-spaziergang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/openbytes.ch\/bdsfrauenfeld\/2012\/12\/06\/interview-das-wird-kein-spaziergang\/","title":{"rendered":"Interview: &#8222;Das wird kein Spaziergang&#8220;"},"content":{"rendered":"<div>\n<p align=\"justify\"><strong>Interview, erschienen in den <a href=\"http:\/\/www.thurgauer-nachrichten.ch\/\">Thurgauer Nachrichten<\/a><\/strong><\/p>\n<p align=\"justify\">VERENA HERZOG spricht im Interview \u00fcber die Frauenfelder Lohndebatte<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p align=\"justify\"><strong>Vergangene Woche konnte der Bund der Steuerzahler Frauenfeld die Initiative \u00ab200&#8217;000 sind genug!\u00bb einreichen. Die Initiative fordert die Limitierung des Lohnes des Stadtammans auf 200&#8217;000 Franken und die L\u00f6hne der Stadtr\u00e4te auf maximal 80&#8217;000 Franken. Verena Herzog, Mitinitiantin, erkl\u00e4rt die Beweggr\u00fcnde f\u00fcr die Lancierung dieser Initiative. <\/strong><\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p align=\"justify\"><strong>Frau Herzog, Sie fordern zusammen mit dem Bund der Steuerzahler Frauenfeld, dass der Lohn des Stadtammans von 250&#8217;000 Franken auf 200&#8217;000 Franken begrenzt wird. Wieso soll ein Monatslohn von 16&#8217;000 Franken gerechter sein, als ein Lohn von 20&#8217;000 Franken? <\/strong><\/p>\n<p align=\"justify\">Wir fordern mit unserer Initiative \u00ab200&#8217;000 sind genug\u00bb, dass der Lohn des Stadtammans von Frauenfeld dem Durchschnitt vergleichbarer Kantonshauptst\u00e4dte angepasst wird und die L\u00f6hne der Stadtr\u00e4te auf 80&#8217;000 Franken begrenzt werden. Ich kann nicht verstehen, warum unser Stadtammann bei seinem Amt zu den Topverdienern schweizweit geh\u00f6rt. Selbst der Z\u00fcrcher Stadtpr\u00e4sident verdient keine 250&#8217;000 Franken im Jahr. Klar, ein Stadtpr\u00e4sident tr\u00e4gt viel Verantwortung und hat einen hohen Arbeitsaufwand, darum ist eine gute Entl\u00f6hnung gerechtfertigt, aber der aktuelle Lohn ist \u00fcberrissen hoch.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong>200&#8217;000 Franken Jahreslohn ist f\u00fcr Sie also verh\u00e4ltnism\u00e4ssig. <\/strong><\/p>\n<p align=\"justify\">Ja, diese Zahl orientiert sich am durchschnittlichen Einkommen eines Stadtpr\u00e4sidenten.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong>Der Bund der Steuerzahler hat nun diese Initiative eingereicht. Wie geht es weiter? <\/strong><\/p>\n<p align=\"justify\">Nun ist der Ball wieder beim Stadtrat. Die 900 eingereichten Unterschriften m\u00fcssen noch beglaubigt werden, anschliessend muss der Stadtrat dem Gemeinderat eine Abstimmungsbotschaft zur Stellungnahme vorlegen und danach kommt sie vors Volk.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong>Das kann also noch lange dauern. <\/strong><\/p>\n<p align=\"justify\">Theoretisch darf sich der Stadtrat ein Jahr Zeit lassen f\u00fcr die Ausarbeitung einer Vorlage, wir werden also sp\u00e4testens im Fr\u00fchling 2014 an der Urne \u00fcber die Limitierung des Lohnes des Stadtammann und der Stadtr\u00e4te abstimmen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong>Rechnen Sie damit, dass der Stadtrat die Frist bis auf den letzten Monat ausnutzt? <\/strong><\/p>\n<p align=\"justify\">Lassen wir uns \u00fcberraschen! Im Moment steht der Stadtrat verschiedentlich in der Kritik und seine Handlung ist unberechenbar.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong>Viele Frauenfelder w\u00e4ren froh, einen Monatslohn von 16&#8217;000 Franken nach Hause nehmen zu k\u00f6nnen. Glauben Sie, der Abstimmungskampf wird ein Spaziergang f\u00fcr den Bund der Steuerzahler? <\/strong><\/p>\n<p align=\"justify\">Klar sind 16&#8217;000 Franken viel. Doch das steht einem Stadtrat auch in vergleichbaren St\u00e4dten in etwa zu. Ein Spaziergang wird es sicher nicht, denn eine Initiative hat einige H\u00fcrden zu nehmen. Wir glauben aber, dass unsere Chancen intakt sind.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong>Weil auch der Stadt Frauenfeld im Zuge der unsicheren Konjunkturlage schwierigere Zeiten bevorstehen? <\/strong><\/p>\n<p align=\"justify\">Ja, wir schauen voraus. In der Verwaltung wird bereits jetzt gespart, wo man kann. Doch ich bin der Meinung, wir m\u00fcssen nun auch bei der Exekutive und ihren vielen Projekten \u00fcber die B\u00fccher. Und solange mir niemand eine Antwort darauf geben kann, weshalb die Frauenfelder Stadtr\u00e4te und der Stadtammann so viel mehr verdienen als andere in vergleichbarem Amt, halte ich die Initiative \u00ab200&#8217;000 sind genug\u00bb\u00a0 als einen wichtigen Beitrag zur Ausgabenkontrolle der Stadt Frauenfeld.<\/p>\n<p align=\"justify\">Flavio Razzino<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Interview, erschienen in den Thurgauer Nachrichten VERENA HERZOG spricht im Interview \u00fcber die Frauenfelder Lohndebatte Vergangene Woche konnte der Bund der Steuerzahler Frauenfeld die Initiative \u00ab200&#8217;000 sind genug!\u00bb einreichen. Die Initiative fordert die Limitierung des Lohnes des Stadtammans auf 200&#8217;000 Franken und die L\u00f6hne der Stadtr\u00e4te auf maximal 80&#8217;000 Franken. 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