Der Bund der Steuerzahler Frauenfeld nimmt das Abstimmungsergebnis zur Stadtbus-Abstimmung mit Bedauern zur Kenntnis. Den Gegnern ist es nicht gelungen, die massiven Kostenfolgen dieses starken ÖV-Ausbaus genügend in die Diskussion einzubringen. Die Umstände der Abstimmung hinterlassen indes einen schalen Nachgeschmack.
Der Bund der Steuerzahler (BDS) Frauenfeld nimmt den Ausgang der kommunalen Abstimmungen mit Bedauern zur Kenntnis. Der Souverän hat sich für einen massiven Ausbau des öffentlichen Verkehrs auf Kosten der Allgemeinheit ausgesprochen. Damit sind diese hohen Ausgaben von höchster Stelle demokratisch legitimiert. Die Stadt Frauenfeld leistet sich nun diesen Luxus. Das führt jedoch dazu, dass die Stadt Frauenfeld entweder die Steuern erhöhen oder diese Mehrausgabe an einem anderen Ort einsparen muss. Der Bund der Steuerzahler wird sich vehement für die zweite Variante einsetzen und Steuererhöhungen mit aller Kraft bekämpfen.
Die Abstimmung hat auch gezeigt, dass dem Stadtrat weiterhin genau auf die Finger geschaut werden muss. Der eingereichte Rekurs zu dieser Stadtbus-Abstimmung ist Ausdruck unserer Forderungen nach korrektem Ablauf von Abstimmungen und transparenter Information des Stimmbürgers/der Stimmbürgerin. Die Abstimmungsbotschaft war irreführend, weil sie die Opposition zu dieser Vorlage im Gemeinderat negierte und eine Zustimmung ohne Gegenstimmen suggerierte. Trotz klarem Volksentscheid hinterlässt die behördliche Propaganda einen schalen Nachgeschmack.

Das Budget und der Finanzplan der Stadt Frauenfeld prophezeien eine düstere Zukunft (
Auch ein CVP-Gemeinderat hat in einem Artikel in der ThurgauerZeitung die zu hohen Löhne unserer Stadträte kritisiert. Warum er die Initiative „200 000 Franken sind genug“ nicht unterstützt, ist sehr merkwürdig. Aber über das Verhalten der Parteien haben wir in
Frauenfeld hat nicht spezielle oder grössere Herausforderungen als andere Städte. Trotzdem werden der Exekutive aus Steuergeldern überdurchschnittlich hohe Saläre ausbezahlt. Um diese Saläre auf ein anständiges Mass zu reduzieren, ist es nötig, am 24. November Ja zur Initiative „200 000 Franken sind genug“ zu stimmen. Und den Gegenvorschlag, der diese hohen Löhne zementieren will, wuchtig abzulehnen (Nein zum Gegenvorschlag).
Der im Gegenvorschlag vorgesehenen Erfahrungsbonus sorgt dafür, dass der Lohn der Stadträte während 10 Jahren jährlich um 1% steigt. Einfach so, bedingungslos. Auch darum sagen wir Nein zum Gegenvorschlag und Ja zur Initiative „200 000 Franken sind genug“.
Im Jahr 2007 wurde die Entschädigung für die nebenamtlichen Stadträte unter dem Deckmantel einer Pensenanpassunge von Fr. 80’000.- auf Fr. 100’000.- erhöht. Die Initiative will nur diese Anpassung rückgängig machen. Auch bei der Sicht auf den Stadtammann-Lohn sieht man, dass die Initiative immer noch einen sehr guten Lohn vorsieht. Die untenstehende Grafik verdeutlicht, dass auch mit der Initiative die Saläre noch genügend hoch sind, auch im Vergleich zum Thurgauer Durchschnittslohn.